Das Museum für zeitgenössische Kunst
„Giuseppe und Titina dal Verme“

One of the Museum rooms

In den Hallen des Schlosses „dal Verme“ von Zavattarello gibt es, seit 2003, eine Sammlung zeitgenössischer Kunst in schnelles Wachstum und Entwicklung. Diese Sammlung ist nur eine der Attraktionen für die tausende von Besuchern, die jedes Jahr die mittelalterliche Festung besuchen.
Das Museum zeigt Werke der italienischen Kunst aus der zweiten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts bis heute, sowie die ältesten Gemälde des Grafs Giuseppe dal Verme, Besitzer des Schlosses zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Das Museum ist nämlich dem Künstler Graf Giuseppe dal Verme und seiner Frau Titina Gavazzi gewidmet, als Hommage an die große Liebe zur Kunst und zu dieser Festung, auf die Zavattarello Staatsbürgerschaft, von ihren Erben im Jahr 1975 gespendet.
Die Heterogenität der Werke ist aufgrund der Ereignisse, die zur Geburt des Museums führten: die Künstler, die ihre eigenen Ausstellungen in den Hallen des Schlosses eingerichtet haben, haben ans Rathaus von Zavattarello einige ihrer Werke gespendet. Diese Werke bilden den ursprünglichen Kern des Museums, in stetiges Wachstum durch weiterhin Spenden. Gerade wegen dieser Museumsbesonderheit, wurde eine vielseitige und flexible Museumsausstellung mit dem Beitrag der Region Lombardei im Jahr 2011 realisiert. Diese neue Museumsausstellung ermöglicht eine schnelle Aktualisierung der Medieninformationen.

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Die Sammlung

Die Werke von Künstlern gespendet, die ihre eigenen Ausstellungen in den Hallen des Schlosses eingerichtet haben, bilden den ersten, dynamischsten Teil des Museums, in stetiges Wachstum durch weiterhin Spenden. Die Sammlung besteht aus fünf Zimmern, die jeweils an einem verschiedenen Thema gewidmet. Eine große Aufmerksamkeit wird den vielversprechenden Jungen gegeben: unter den Künstlern, deren Produktion sich hier beispielhaft dargestellt wird, finden wir : Ernesto Treccani, Stefano Bressani, Pino di Gennaro, Alessandro Spadari.
Ein wesentlicher Zweck des Museums ist die Verbesserung der Künstler, die mit dem Gebiet verbunden sind: das Klima und die Ruhe von Zavattarello haben Menschen aus verschiedenen Ländern angezogen, die hier für einen kurzen oder langen Dauer angehalten. Diese Künstler haben auch sehr langlebig Beziehungen mit der örtlichen Gemeinde gegründet.
Hier trifft man viele Künstler, deren Pfad Zavattarello gekreuzt hat, darunter: Carlo Cinquini, Aldo Antonini und, vor allem, Giuseppe Maria Cattano, Aldo Gambuzzi, Luciana Magrini.

Der Abschnitt Giuseppe dal Verme

Ein besonderer Bereich ist zu den Werken von Giuseppe dal Verme im Erdgeschoss reserviert. Giuseppe dal Verme ist mehr als andere auf dem Schloss verbunden. Dieses Schloss trägt noch heutzutage den Namen seiner Familie. Er nahm sich intensiv Ölgemälde , seine Lieblingstechnik aber die Aquarelle sind nicht von minderer Qualität. Diese Aquarelle stellen oft die Noten von seinen vielen Reisen in Italien und im Ausland dar. Die ausgestellten Werke, die von den Erben nach einer wichtigen Retrospektive gespendet wurden, fassen die Themen, Techniken und die Entwicklung der künstlerischen Forschung des Grafs zusammen. Giuseppe dal Verme war ein Künstler geschätzt von berühmten Persönlichkeiten wie Carlo Carrà.

"Familien-Portrait"

Die älteste Werke der Museumsausstellung wurde von Mulinaretto am Ende des siebzehnten Jahrhundert gemalt, nach dem Willen von Gian Battista Cattaneo della Volta, der Großvater mütterlicher Linie des Grafs Ingenieur Giuseppe dal Verme war. Das Gemälde kam im Besitz, direkt hintereinander, der Gräfin Ippolita dal Verme, die es ans Rathaus von Zavattarello gespendet hat, um es dauerhaft in der Festhalle des Schlosses von Zavattarello zu zeigen. Das Gemälde porträtiert die Braut von Gian Battista Cattaneo della Volta, die Marchesa Maddalena Gentile, welche zufrieden den Gästen ihre Kinder zeigt. Das Werk zeigt eine Einstellung im Stil des flämischen Künstlers Antoon Van Dyck, einfügend sich selbst in den typischen Strang der Genueser-Barock Porträtmalerei, die zum Beispiel von Giovanni Bernardo Carbone dargestellt wird.

Der Abschnitt Aldo Gambuzzi

Es geht um die Sammlung von vierzig Skulpturen des Künstlers Aldo Gambuzzi (Gambaldo als Künstlername) im Jahr 2011 eröffnet. Diese Skulpturen wurden dem Museum von den Erben gespendet. Gambuzzi ist ein Künstler aus Mantua, der sich selbst ein Bildhauer von Pavia nannte: im Jahr 1922 in Suzzara (MN) geboren, zog er nach Pavia und machte diese Stadt zu seiner Wahlheimat. Er widmete der Stadt Pavia viele wichtige Werke. Besonders in den letzten Jahren seines Lebens, bis zu seinem Tod im Jahr 1988, liebte Gambuzzi in seinem Zavattarello Sommerhaus wohnen. Gambuzzi war Ehrenbürger von Zavattarello. Die tiefe Verbundenheit des Bildhauers mit dem örtlichen Gebiet führte seine Erben dem Museum von Zavattarello die große Sammlung zu spenden. Meisterhafter Kunsthandwerker des Metalls, haben seine Empfindlichkeit und der Wunsch, sich zu äußern, ihn einen vollständigen Künstler gemacht. Gambuzzi konnte mit Tiefe seine Nachrichten ausdrücken. Er drückte sich mit den Werkzeugen seiner täglichen Arbeit, die Lötlampe und die Metalle, schaffend, auf diese Weise, eine besondere Kunstform: die künstlerische Schweißtechnik.

Der Abschnitt Luciana Magrini

Geboren in Mailand aber sehr präsent in Zavattarello, hat Luciana sich immer intensiv sowohl der Lehrtätigkeit als auch der künstlerische Produktion gewidmet, vor allem der Keramik Dekoration, „nach dritte Feuer“ genannt. Eine große Leidenschaft für den Osten ist offensichtlich, in vielen Themen von chinesischen, japanischen oder indischen Inspiration , vom Swiegervater beeinflusst, unermüdlicher Reisender. Die Natur ist das Lieblingsthema der Dekorationen, von den vielen Skizzen (vom Leben kopiert, während der Sommerferien) geboren. Bemerkenswert ist die Fähigkeit, jeder Zeichnung, auf den Träger, auf dem es gemalt ist, anzupassen, in einer laufenden Beziehung zwischen Form und Inhalt. Nach dem Tod der Künstlerin, wollten ihre Kinder dem Museum eine vorbildliche Auswahl der sehr zahlreichenden Produktion von Luciana spenden. Diese Auswahl enthält eine Reihe von Skizzen, unvollendete Werke und Arbeitswerkzeuge, die uns erlauben, in der unermüdlichen Aktivität der Dekorateurin einzutauchen.


Ernesto Treccani, Concerto Estivo
Family portrait by Mulinaretto
The artworks by Aldo Gambuzzi in the chemin de ronde